Meine Hair-Routine für Locken: Waschen, Stylen, Pflegen

 Immer wieder tauchen auf Blogs und Youtube Haar-Rountinen auf, „Get ready with me“-Videos und Posts mit Titeln wie „How to get perfect curls“. Hach, hilft mir leider alles nicht viel. Schließlich sind meine Haare – Naturlocken der wildesten Sorte – mit den wenigsten anderen vergleichbar. Falls es euch auch so geht, ihr mit euren Locken zu kämpfen habt, dann will ich heute meine ganz persönliche Locken-Rountine mit euch teilen – und euch meine Top Tipps zur Pflege und zum Styling von Naturlocken verraten.

Waschen

1. Shampoo trocknet die Haare aus
Und das ist etwas, was Locken wohl am wenigsten gebrauchen können. Auch sogenannte „Feuchtigkeitsshampoos“ bringen nicht das, was sie versprechen. Deshalb wasche ich auch nur meinen Ansatz mit etwas Shampoo – aktuell mit einem ganz normalen von Dove. Den Rest der Haare, vor allem die Spitzen, spare ich aus.

2. Ein guter Conditioner dagegen ist Pflicht
Seit kurzer Zeit achte ich auch vermehrt auf Silikone in Haarprodukten und probiere daher gerade die Spülung für sprödes und trockenes Haar von Alverde aus. Ich mag die Konsistenz und finde, dass es sich schön im Haar verteilen lässt. Das mache ich, nachdem ich den Ansatz gewaschen habe – und lasse den Conditioner dann ca. fünf Minuten einwirken. Einmal alle zwei bis drei Wochen gebe ich dem ganzen eine längere Einwirkzeit im Handtuchturban. Dann einfach ausspülen, am besten mit kalten Wasser, das macht die Haare noch ein wenig glänzender (bilde ich mir jedenfalls ein).

3. Waschen: Je weniger, desto besser
Ich wasche meine Haare insgesamt nur etwa alle fünf Tage – das hat den großen Vorteil, dass ich sie weniger Hitze aussetzen muss (jedes Mal waschen bedeutet auch fönen und stylen) und dass sie insgesamt weniger Produkten wie Shampoos etc. ausgesetzt werden. So verhindere ich, dass vor allem die Spitzen noch schneller spröde und splissig werden.
Wenn der Ansatz doch mal schneller fettig wird (was bei mir eigentlich nur bei geglätteten Haaren passiert) und ich morgens keine Zeit mehr habe, benutze ich etwas Trockenshampoo oder Haarspray: Einfach auf den Ansatz sprühen, trocken lassen und dann gut auskämmen – hält noch mindestens einen halben Tag.

Styling

4. So wenig Hitze wie möglich – und wenn doch: Hitzeschutz
Das ist nun wirklich kein Geheimtipp – und vermutlich auch der effektivste. Trotzdem komme ich nicht umhin, meine Haare nach jedem Waschen wenigstens zu fönen – ich kann meine Haare im Naturzustand leider überhaupt nicht ausstehen. Daher ist es auf jeden Fall wichtig, einen guten Hitzeschutz zu benutzen, denn sowohl Glätteisen oder Lockenstab, als auch der Fön können über 200° heiß werden.
Momentan ist mein Favorit der Hitzeschutz von Dove.

5. Für glänzende, weiche Haare: Haarmilch oder Haaröl
Eine ganze Zeit lang habe ich das Öl Magique von L’Oreal benutzt – aber so richtig toll fand ich es eigentlich nicht. Meine Haare hatten danach zwar einen schönen Glanz, aber fühlten sich trotz kleiner Mengen irgendwie ölig an. Daher bin ich umso glücklicher, dass ich die Haarmilch von Balea, speziell für lockige Haare entdeckt habe – sie macht die Haare schön geschmeidig und spendet Feuchtigkeit.
Ein kleiner Klecks davon kommt jedes Mal vor dem Fönen ins feuchte Haar, ich knete sie kurz in die Längen und Spitzen ein und style meine Haare dann ganz normal.

6. Meine Stylingroutine
Kurz noch zwei Sätze zu meiner Stylingroutine. Das Schöne (Achtung, Ironie!) an meinen Haaren ist der Überraschungseffekt. Bei Locken kann man nie wissen, wie sie dieses Mal aussehen werden. Eher störrisch, oder ganz lieb? Deshalb ist es manchmal einfacher, manchmal schwieriger sie zu zähmen – insgesamt versuche ich immer, sie über der Rundbürste glatt zu fönen. Falls das nicht reicht, kommt noch das Glätteisen zum Einsatz.
Große, leichte Wellen mit dem Lockenstab gefallen mir übrigens durchaus. Dafür föne ich meine Haare und kämme sie dabei mit der ikoo-Bürste durch. Wenn ich meine Naturlocken nur leicht herauskämme, halten die Hitzelocken am besten.

Pflege

Lockige Haaren brauchen viel mehr Pflege als andere Haarstrukturen, da sie von Natur aus viel trockener sind.
Allerdings kann man es auch übertreiben – meine Haare danken mir zu viele Produkte damit, dass sie schnell fettig werden und ihren Glanz komplett verlieren.

7. Finde die richtige Bürste
Ich schwöre auf die ikoo-Bürste, habe aber auch vom umhypten Tangle Teezer viel Gutes gehört. Am besten für lockige Haare sind Bürsten, die die Haarstruktur nicht noch unnötig aufrauen – das funktioniert bei meinen Haaren mit der ikoo wirklich gut. Noch besser wären Bürsten mit Naturborsten – die können gegen meine Locken aber leider überhaupt nicht an.

8. Pflege für colorierte Haare
Meine Haare sind ja nicht nur lockig, sondern auch gefärbt, gebleicht und getönt. Alles, was man eh schon strapazierten Haaren nicht antun sollte. Nach dem Motto „Schlimmer kann’s nicht werden“, habe ich es trotzdem getan – und muss sagen, dass ich keinen großen Unterschied merke. Durch das Colorieren sind meine Haare nicht kaputter geworden, auch die Spitze halten sich ganz gut. Trotzdem solltet ihr bei der Kombination Locken+Farbe auf die richtige Pflege achten. Ich probiere mich noch durch und habe leider noch kein Spitzen-Produkt für gefärbte Haare gefunden, das mich wirklich überzeugt hätte. Tipps?

9. Regelmäßig Spitzen schneiden
Auch wenn ich es 20 Jahre nicht hören wollte, kaputte Spitzen nicht abzuschneiden bringt nichts. Die Haare werden davon nicht länger, sondern nur noch kaputter – und die splissigen Enden sehen einfach nur furchtbar aus. Also habe ich mich von dem Gedanken, jemals richtig lange Haare zu bekommen verabschiedet und lasse mir jetzt regelmäßig (ca. alle drei bis vier Monate) die kaputten Spitzen abschneiden. Überhaupt finde ich den Longbob, den ich gerade trage, optimal für meine Haarestruktur: Nicht zu kurz, aber wesentlich einfacher zu stylen als die lange Mähne. Sieht außerdem mehr nach einer Frisur aus.

Diese neun Dinge funktionieren für meine Haare, aber natürlich erhebe
ich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit 😉 Lasst mich gerne wissen,
ob ihr auch so mit euren Locken zu kämpfen habt und was eure besten
Geheimtipps sind!

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